Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Basteln’

Wenn der Zusteller zweimal klingelt…

28. Juni 2012 Keine Kommentare

…dann ist das Warten endlich zu Ende. Gestern vormittag klingelte der Postbote an der Tür und überreichte meiner Mitbewohnerin einen großen Umschlag mit UK-Frankierung. Da auf den ersten Blick kein Logo von RS zu sehen war, tippte ich gleich auf das bestellte Gehäuse, was sich auch bewahrheitete.

Nachmittags klingelte es dann erneut an der Tür. Der DHL-Mitarbeiter sah mich etwas sparsam an, als ich im freudig das Päckchen aus der Hand zupfte und laut „Ah, der Pi ist da“ rief. Also besser hätte das Timing nicht sein können, beides am selben Tag geliefert obwohl zu völlig unterschiedlichen Zeiten bestellt und abgeschickt.

 
Zusammenbau des Gehäuses und Einsetzen des Raspberry Pi

Vor kurzem hatte ich schon mal nach geeigneten Gehäusen für den RPi gesucht. Entschieden habe ich mich letztlich für das Laser Cut Acrylic case for the Raspberry Pi. Dieses wurde gut verpackt in Einzelteilen geliefert. Um Kratzer und Fingerabdrücke zu vermeiden, sind die einzelnen Teile mit einer weißen Schutzschicht beschichtet, die sich aber leicht ablösen lässt. Kleine Rückstände gibt es nur im Bereich der Beschriftungen.

Wer ein wenig räumliches Denken mitbringt, sollte mit dem Zusammensetzen der 6 Teile keine allzu großen Schwierigkeiten haben, für alle anderen hat der Verkäufer eine Videoanleitung erstellt.

 
Das Gehäuse ist sehr robust und gut verarbeitet. Leider ist es nicht 100%ig passgenau auf den RPi zugeschnitten, die Platine hat ein wenig Spiel. Will man Netzteil oder HDMI Kabel einstecken, muss man auf der gegenüberliegenden Seite ein wenig gegenhalten, damit das Kabel vernünftig sitzt.

Mit im Lieferumfang enthalten sind 4 Gummi-Noppen, die auf der Innenseite der Bodenplatte eingeklebt werden müssen, damit der RPi auf die richtige Höhe kommt und er nicht mit den Muttern im Boden in Kontakt kommen kann. Lässt man die Noppen weg, wird man wohl gleich noch eine Bestellung abschicken müssen 😉

Fertig zusammengebaut sieht das ganze dann so aus:

Abschließend habe ich mich dann noch spaßeshalber in die Raspberry Pi Tracker Map eingetragen und den Download von Debian angeschoben.

Ein Gehäuse für den Raspberry Pi

15. Juni 2012 Keine Kommentare

Damit die kleine Platine nach ihrer Ankunft keine Schäden durch unachtsamen und gedankenverlorenen Umgang erleidet, hab ich mich schon mal ein wenig nach potentiellen Gehäusen umgesehen. Projekte gibt es dazu einige, leider haben aber viele die Produktionsreife noch nicht erreicht. Hier mal eine kleine Auswahl an bereits bestellbaren Gehäusen:

Adafruit Pi Box
Die wie ich finde bisher ansprechenste Verpackung.

Laser Cut Acrylic case for the Raspberry Pi
Ebenfalls ein recht schönes Gehäuse, nur die Artikelbilder sind nicht grad vorteilhaft aufgenommen.

Raspberry Pi Cover Basic Shape von SK Pang electronics
Der dritte Kunststoff-Kanditat. Etwas schlichter gehalten, da an den Seiten offen, dafür aber auch günstiger.

The Punnet – a card case for you to print
Wer kein Geld ausgeben möchte, kann sich ja mal die Druckvorlage für ein Papp-Gehäuse ansehen.

Oder man baut sich aus Lego selbst ein Gehäuse, auch das hab ich schon häufiger gesehen und scheint erstaunlich gut zu passen 🙂

Origami – Gyroscope

17. April 2012 Keine Kommentare

Ich bin mal wieder ein wenig zum Falten gekommen. Oder genauer, zum zusammensetzen. Denn die einzelnen Module für das Gyroscope sind äußerst simpel, dafür erfordert der Rest eine enorme Portion an Geduld und eine gewisse Frustresistenz.

Ich muss gestehen, ich war kurz vorm Aufgeben, aber heute hab ich nochmal ein paar Minuten in aller Ruhe investiert und hab es tatsächlich geschafft, das Modell fertig zu stellen.

Allerdings kann ich das Nachbauen aus Notizzetteln absolut nicht empfehlen, das Papier scheint mir dafür eher ungeeignet zu sein. Zumindest solches, dass nicht 100%ig in Form geschnitten ist.

Hydro-Fold: selbstfaltendes Origami aus dem Drucker

16. April 2012 Keine Kommentare

Soeben auf Golem.de gefunden und für gut befunden. Der Student Christophe Guberan hat einen Weg gefunden, sich selbst faltendes Origami zu drucken. Dafür benutzt er eine stark verdünnte Tinte, die er mit einem handelsüblichen Drucker auf Papier aufträgt.

Durch unterschiedlich breite Muster verformt sich das Papier beim Trocknen, so dass die gewünschten Figuren entstehen. Die bisher gezeigten Ergebnisse erinnern stark an Origami-Tesselationen, welche (zumindest für ungeübte Falter) gar nicht so leicht per Hand herzustellen sind.

Auf Dezeen gibt es noch einige weitere Bilder.

Alte Visitenkarten » Cooler Menger-Schwamm

3. April 2012 Keine Kommentare

Es ist schon spannend, auf was für Ideen einige Leute kommen. In diesem Falle wurde aus läppischen 66.048 Visitenkarten ein Menger-Schwamm der dritten Iteration gefertigt. Zu bewundern gibt es das Endergebnis auf der Webseite vom Institute For Figuring.

Ich finde die Idee zwar genial, und würde mich am liebsten selbst an einem solchen Modell versuchen, schon weil auf der Webseite vermutet wird, dass sich ein Modell der 4. Stufe wohl nicht mehr selbst tragen könnte, was es zu beweisen gilt. Aber woher sollte man diese Unsummen an Visitenkarten hernehmen… außer man nimmt etwas anderes 😀

Ein ähnliches Gebilde dürfte sich auch ohne große Schwierigkeiten aus Sonobe-Modulen fertigen lassen, was die Zahl der benötigten Zettel zwar um über die Hälfte halbieren würde, aber nach wie vor eine riesige Herausforderung wäre. Insbesondere im Hinblick auf die Faltarbeit, denn die Sonobe-Module sind etwas zeitaufwändiger zu falten als die Visitenkarten „Module“, dafür aber hoffentlich auch etwas stabiler.

Ist es eigentlich normal, dass mich, obwohl nicht ansatzweise begabt für höhere Mathematik, Fraktale ungemein faszinieren? (ich erwarte keine Antwort ^^)

Origami – Modulwürfel

2. März 2012 Keine Kommentare

Diese Woche konnte ein neues Modell zusammen gesetzt werden. OK, auch diesmal ist es nichts wirklich spannendes, es besteht aus grade mal 6 Basismodulen, und dann auch noch aus den selben wie auch schon die Doppelpyramide.

Aber mehr Zeit hatte ich nicht, und über 1,2 gefaltete Notizzettel pro Tag kann sich auf Arbeit auch definitiv niemand beschweren.

Die Anleitung  zum Zusammenbauen findet sich hier.

Der Autor hat zusätzlich noch eine Idee für all diejenigen parat, die sehr viel Zeit und Lust haben, weit über 100 Basismodule zu falten: ein Modulsuperwürfel.

Origami – Doppelpyramide

23. Februar 2012 Keine Kommentare

Ein neues Modell ist fertig geworden. Zugegeben, es handelt sich dabei um nichts besonderes, es besteht aus grade mal 3 Elementen und sieht auch nicht sonderlich spektakulär aus, aber dafür ist es eine sehr schöne Übung, um nach Anleitung zu falten und zusammen zu setzen. Denn genau darin besteht hier die Schwierigkeit.

Der Autor hat auf seiner Seite bei den Basismodulen 3 Faltungen vergessen, die das Zusammenstecken deutlich vereinfachen. Und das Zusammenstecken selbst kann man auch eher erahnen als erkennen.

Wer es dennoch schafft, kann sich ohne Probleme an komplexeren Gebilden versuchen.

Falten gegen den Schmachter

8. Februar 2012 Keine Kommentare

Bascetta Stern aus 9*9cm NotizpapierSeit einer Woche rauchfrei, das ist doch mal ein guter Anfang. Und statt jetzt wie viele andere angehende Nichtraucher gleich der nächsten Sucht anheim zu fallen (Futtern, Kaugummi, etc.), habe ich mir etwas anderes überlegt.

Vor einiger Zeit habe ich mein Interesse an der Kunst des Origami entdeckt und mich ein wenig mit dem Themengebiet beschäftigt. Ich finde es faszinierend, was man alles aus Papier (und zwar nur Papier, keine Schere, kein Kleber) herstellen kann. Und ich rede jetzt nicht von kleinen Schwänen, Schweinen oder sonstigem Getier 😉

Besonders angetan bin ich von modularen Figuren. Begonnen hat das alles mit einem Bascetta-Stern in der Vorweihnachtszeit, hat sich dann aber schnell weiter entwickelt und andere Figuren wollten ausprobiert werden. Youtube ist in der Hinsicht ein unerschöpflicher Quell an Faltanleitungen. Und bevor ich mich der Königsklasse, Origami Tessellation, widmen kann, brauch ich noch einiges mehr an Übung und Fingerfertigkeit.

So, was aber hat das alles mit dem Nichtrauchen zu tun, mag sich der ein oder andere unaufmerksame Leser fragen, bei dem der Groschen bis jetzt noch nicht gefallen ist.

Die Antwort lautet: 1 Stapel Notizzettel (9x9cm) und ein wenig Dreistigkeit, um auch während der Arbeitszeit statt eine Rauchen zu gehen einfach das eine oder andere Modul zu falten. Den Startschuss stellt der am Artikelanfang abgebildete Bascetta-Stern dar, der heute fertig geworden ist. Mögen ihm noch viele weitere Figuren folgen…

Gleichzeitig ist das auch ein genereller Versuch, was für Figuren sich überhaupt aus 9x9cm Größe gut falten lassen, zumal das Papier nicht wirklich quadratisch geschnitten ist.