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Artikel Tagged ‘Origami’

Origami – Gyroscope

17. April 2012 Keine Kommentare

Ich bin mal wieder ein wenig zum Falten gekommen. Oder genauer, zum zusammensetzen. Denn die einzelnen Module für das Gyroscope sind äußerst simpel, dafür erfordert der Rest eine enorme Portion an Geduld und eine gewisse Frustresistenz.

Ich muss gestehen, ich war kurz vorm Aufgeben, aber heute hab ich nochmal ein paar Minuten in aller Ruhe investiert und hab es tatsächlich geschafft, das Modell fertig zu stellen.

Allerdings kann ich das Nachbauen aus Notizzetteln absolut nicht empfehlen, das Papier scheint mir dafür eher ungeeignet zu sein. Zumindest solches, dass nicht 100%ig in Form geschnitten ist.

Hydro-Fold: selbstfaltendes Origami aus dem Drucker

16. April 2012 Keine Kommentare

Soeben auf Golem.de gefunden und für gut befunden. Der Student Christophe Guberan hat einen Weg gefunden, sich selbst faltendes Origami zu drucken. Dafür benutzt er eine stark verdünnte Tinte, die er mit einem handelsüblichen Drucker auf Papier aufträgt.

Durch unterschiedlich breite Muster verformt sich das Papier beim Trocknen, so dass die gewünschten Figuren entstehen. Die bisher gezeigten Ergebnisse erinnern stark an Origami-Tesselationen, welche (zumindest für ungeübte Falter) gar nicht so leicht per Hand herzustellen sind.

Auf Dezeen gibt es noch einige weitere Bilder.

Alte Visitenkarten » Cooler Menger-Schwamm

3. April 2012 Keine Kommentare

Es ist schon spannend, auf was für Ideen einige Leute kommen. In diesem Falle wurde aus läppischen 66.048 Visitenkarten ein Menger-Schwamm der dritten Iteration gefertigt. Zu bewundern gibt es das Endergebnis auf der Webseite vom Institute For Figuring.

Ich finde die Idee zwar genial, und würde mich am liebsten selbst an einem solchen Modell versuchen, schon weil auf der Webseite vermutet wird, dass sich ein Modell der 4. Stufe wohl nicht mehr selbst tragen könnte, was es zu beweisen gilt. Aber woher sollte man diese Unsummen an Visitenkarten hernehmen… außer man nimmt etwas anderes 😀

Ein ähnliches Gebilde dürfte sich auch ohne große Schwierigkeiten aus Sonobe-Modulen fertigen lassen, was die Zahl der benötigten Zettel zwar um über die Hälfte halbieren würde, aber nach wie vor eine riesige Herausforderung wäre. Insbesondere im Hinblick auf die Faltarbeit, denn die Sonobe-Module sind etwas zeitaufwändiger zu falten als die Visitenkarten „Module“, dafür aber hoffentlich auch etwas stabiler.

Ist es eigentlich normal, dass mich, obwohl nicht ansatzweise begabt für höhere Mathematik, Fraktale ungemein faszinieren? (ich erwarte keine Antwort ^^)

Origami – Erste Faltanleitung online

12. März 2012 Keine Kommentare

Nachdem ich mir letzte Woche Gedanken darüber gemacht habe, mit welchem Programm und in welchem Format man am besten Faltanleitungen erstellen könnte, kann ich diese Woche erste Ergebnisse präsentieren. Da der Modulwürfel und die Doppelpyramide noch nicht lange zurück liegen und deren Basismodulanleitung ohnehin unvollständig ist, habe ich es für meinen ersten Versuch genutzt. Ich hoffe, es ist mir gelungen, eine halbwegs verständliche Anleitung zu fertigen, die zum Nachbauen einläd: Basismodul.

Origami Faltanleitungen als SVG erstellen

5. März 2012 Keine Kommentare

Zur Zeit falte ich nach vorgegebenen Anleitungen, die ich mir aus dem Internet suche. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich mich irgendwann auch mal daran versuchen werde, eigene Modelle zu entwerfen bzw. vorhandene zu modifizieren. Bis dahin brauche ich aber noch einiges an Übung, um überhaupt erkennen zu können, was man an welcher Stelle anderes machen müsste, um ein bestimmtes Ergebnis zu erhalten.

Ein Problem, dass mir bei der ganzen Falterei bereits jetzt aufgefallen ist: man vergisst recht schnell die Schritte, die man benötigt, um ein bestimmtes Modul zu falten. Zwar kann man die Erinnerung leicht auffrischen, wenn man sich die Anleitung erneut ansieht, aber was, wenn die Seite offline ist oder man den Namen des Modells nicht mehr weiß.

Man könnte sich die Anleitung ausdrucken oder zumindest kopieren. Aber da ich sie dann auch hosten und verlinken wollen würde, käme ich schnell mit dem Urheberrecht in Berührung. Geht ja gar nicht, dass man einfach ne fremde PDF auf der eigenen Seite online stellt… ich weiß, dass selbst die Idee zu einem solchen Modell bereits geschützt sein kann, hoffe aber, dass es da grundsätzlich keine Probleme gibt, wenn man Quelle bzw. Erfinder nennt und ggf. verlinkt.

So kam ich auf die Idee, mir die Anleitungen selbst zu erstellen.

 
Welches Pogramm? Und welches Format?

Dieser Frage musste zuerst nachgegangen werden. Da bei der Darstellung von Faltschritten Winkel eine sehr wichtige Rolle spielen, fallen schon mal so ziemlich alle einfachen Rastergrafik-Programme raus. Was bleibt, sind die großen, meist kostenpflichtigen Vertreter ala Photoshop. Und die Tatsache, dass man sich bei Rastergrafiken von Anfang an auf eine bestimmte Größe festlegen muss.

Es war also schnell klar, dass hier am besten mit Vektorgrafiken gearbeitet werden sollte. Aber mit was für einem Programm? Zuerst vielen mir die CAD-Programme ein, mit denen ich schon während der Ausbildung arbeiten durfte. Winkelangaben für exakte Zeichnungen sind für diese Programme eine Selbstverständlichkeit. Allerdings speichert fast keins davon in einem browserlesbaren Format.

Es musste also etwas anderes her. Die große Hoffnung war Inkscape, da es in dem freien, XML-basierten Format SVG speichert, dass von allen modernen Browsern dargestellt werden kann. Aber auch Inkscape war für mich nicht der Weisheit letzter Schluss, denn wie fast alle WYSIWYG-Editoren ist es einach viel zu beschränkt in seinen Möglichkeiten, auch wenn es vieles vereinfacht. Außerdem blähen solche Editoren den Code immer unnötig auf. Aber das Format passte schon mal.

Und nachdem mir letztlich bewusst wurde, dass man gar keine Winkel angeben muss, solange man sich Anfangs- und Endpunkt errechnet, fand ich auch ein geeignetes Programm für die Bearbeitung der SVG-Dateien, eins, das ich schon lange installiert hatte: Notepad++.

 
Die ersten Versuche

Die Suche nach einem geeigneten Tutorial war schnell beendet, aptico bietet ein sehr gutes und umfangreiches Tutorial auf seiner Webseite an, dass man auch zum Offline Arbeiten herunterladen kann.

Für die Winkelberechnung bediene ich mich fertiger Scripte, so spare ich Zeit und muss die Murmel nicht übermäßig strapazieren ^^

Ein erstes Ergebnis ist ein Faltmuster für das Basismodul, welches ich bereits für den Modulwürfel genutzt habe.

Sie benötigen einen SVG-Viewer

Das schöne ist, dass alle getesteten Browser (Opera, Firefox, Chrome) die Grafiken automatisch auf die im HTML-Code angegebene Größe skalieren, unabhängig von den Größenangaben in der SVG-Datei. Lediglich Safari auf dem iPhone patzt bei der automatischen Skalierung. Das ist aber ohnehin nur ein nettes Extra, denn wenn man standardkonform bleiben möchte, müsste man auch die SVG für unterschiedliche Auflösungen anpassen.

Und sollte es bei einigen Zoom-Stufen mal unscharf aussehen, dann liegt es nicht am Format, sondern am verwendeten Renderer 😉

Origami – Modulwürfel

2. März 2012 Keine Kommentare

Diese Woche konnte ein neues Modell zusammen gesetzt werden. OK, auch diesmal ist es nichts wirklich spannendes, es besteht aus grade mal 6 Basismodulen, und dann auch noch aus den selben wie auch schon die Doppelpyramide.

Aber mehr Zeit hatte ich nicht, und über 1,2 gefaltete Notizzettel pro Tag kann sich auf Arbeit auch definitiv niemand beschweren.

Die Anleitung  zum Zusammenbauen findet sich hier.

Der Autor hat zusätzlich noch eine Idee für all diejenigen parat, die sehr viel Zeit und Lust haben, weit über 100 Basismodule zu falten: ein Modulsuperwürfel.

Origami – Doppelpyramide

23. Februar 2012 Keine Kommentare

Ein neues Modell ist fertig geworden. Zugegeben, es handelt sich dabei um nichts besonderes, es besteht aus grade mal 3 Elementen und sieht auch nicht sonderlich spektakulär aus, aber dafür ist es eine sehr schöne Übung, um nach Anleitung zu falten und zusammen zu setzen. Denn genau darin besteht hier die Schwierigkeit.

Der Autor hat auf seiner Seite bei den Basismodulen 3 Faltungen vergessen, die das Zusammenstecken deutlich vereinfachen. Und das Zusammenstecken selbst kann man auch eher erahnen als erkennen.

Wer es dennoch schafft, kann sich ohne Probleme an komplexeren Gebilden versuchen.

Falten gegen den Schmachter

8. Februar 2012 Keine Kommentare

Bascetta Stern aus 9*9cm NotizpapierSeit einer Woche rauchfrei, das ist doch mal ein guter Anfang. Und statt jetzt wie viele andere angehende Nichtraucher gleich der nächsten Sucht anheim zu fallen (Futtern, Kaugummi, etc.), habe ich mir etwas anderes überlegt.

Vor einiger Zeit habe ich mein Interesse an der Kunst des Origami entdeckt und mich ein wenig mit dem Themengebiet beschäftigt. Ich finde es faszinierend, was man alles aus Papier (und zwar nur Papier, keine Schere, kein Kleber) herstellen kann. Und ich rede jetzt nicht von kleinen Schwänen, Schweinen oder sonstigem Getier 😉

Besonders angetan bin ich von modularen Figuren. Begonnen hat das alles mit einem Bascetta-Stern in der Vorweihnachtszeit, hat sich dann aber schnell weiter entwickelt und andere Figuren wollten ausprobiert werden. Youtube ist in der Hinsicht ein unerschöpflicher Quell an Faltanleitungen. Und bevor ich mich der Königsklasse, Origami Tessellation, widmen kann, brauch ich noch einiges mehr an Übung und Fingerfertigkeit.

So, was aber hat das alles mit dem Nichtrauchen zu tun, mag sich der ein oder andere unaufmerksame Leser fragen, bei dem der Groschen bis jetzt noch nicht gefallen ist.

Die Antwort lautet: 1 Stapel Notizzettel (9x9cm) und ein wenig Dreistigkeit, um auch während der Arbeitszeit statt eine Rauchen zu gehen einfach das eine oder andere Modul zu falten. Den Startschuss stellt der am Artikelanfang abgebildete Bascetta-Stern dar, der heute fertig geworden ist. Mögen ihm noch viele weitere Figuren folgen…

Gleichzeitig ist das auch ein genereller Versuch, was für Figuren sich überhaupt aus 9x9cm Größe gut falten lassen, zumal das Papier nicht wirklich quadratisch geschnitten ist.