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Artikel Tagged ‘Windows’

Calibre trotz PAC Proxy voll nutzen

19. Oktober 2012 Keine Kommentare

Heute kommt endlich mein Kindle, und in weiser Vorahnung habe ich rechtzeitig begonnen, mich schon mal ein wenig mit Calibre anzufreunden. Das Programm hat schon vor der Installation dadurch gepunktet, dass es als Portable Version verfügbar ist. Also gleich mal rauf damit auf die externe Festplatte.

Aber fast ebenso schnell stieß ich auch schon auf die ersten Hürden. Daheim läuft alles reibungslos, aber tagsüber kann ich wenn überhaupt nur über einen Proxy-Server auf das Internet zugreifen. Calibre kann zwar den Default-Proxy aus den IE-Einstellungen herauslesen, das funkioniert aber nur, wenn der Proxy dort als HTTP-Proxy fest eingetragen ist. In meinem Fall wird aber eine recht umfangreiche PAC-Datei zur Konfiguration eingelesen, und damit kommt Calibre nicht klar. Ergebnis: gar kein Inet-Zugriff mit dem Programm.

Zur Lösung: Zuerst öffnet man eine oder besser gleich 2 oder 3 beliebige Webseiten im Browser. Anschließend öffnet man die Kommandozeile (Start => Ausführen => cmd) und startet dort das Programm netstat. In den Ergebnissen sucht man nun nach einem großen, zusammenhängenden Block von TCP-Verbindungen, die alle an die gleiche Remoteadresse gestellt wurden und im Status wartend oder hergestellt stehen.

Nun öffnet man die Systemeigenschaften (Rechten Mausklick auf Arbeitsplatz und dann Eigenschaften oder Start => Einstellungen => Systemsteuerung => System), wechselt dort auf den Reiter Erweitert und wählt den Button Umgebungsvariablen.

Nun legt man eine neue Benutzervariable an. Als Name trägt man http_Proxy ein, und als Wert den zuvor mit netstat ermittelten Server mit vorangestelltem http://

Fertig. Startet man nun Calibre, hat man vollständigen Internetzugriff und kann alle Funktionen wie gewohnt nutzen. Und das beste an der ganzen Geschichte, man benötigt noch nicht einmal Admin-Rechte dafür, man kann diese Vorgehensweise also auf jedem Rechner selbst vornehmen.

Sollte der Zugriff irgendwann mal nicht mehr funktionieren, ist der Server evtl. aus der PAC-Datei geflogen und ein anderer aktiv. In dem Fall wieder mit netstat den neuen Proxy ermitteln und den Eintrag bei den Umgebungsvariablen anpassen.

Guild Wars 2 erscheint am 28.08.2012

28. Juni 2012 Keine Kommentare

Soeben kam es über Twitter rein, der offizielle Release-Termin für Guild Wars 2 wird der 28.08.2012 sein. Lange ist es nicht mehr hin. Hier der zugehörige Trailer:

Passwort-Verwaltung mit KeePass auf verschiedenen Plattformen

1. Juni 2012 Keine Kommentare

Passwörter, wohin man auch schaut. Blogs, Foren, Online-Shops und Spiele, Softwarezugänge privat wie beruflich, etc… die Flut an benötigten Passwörtern scheint nicht abreißen zu wollen. Viele verwenden daher für mehrere (im schlimmsten Fall alle) Zugänge die selben Anmeldedaten. Ach ja, und leicht zu merken müssen sie auch noch sein. Bequem für den einzelnen, aber zugleich auch das unsicherste, was man machen kann.

Artikel zu sicheren Passwörtern gibt es haufenweise, daher verzichte ich an dieser Stelle auf entsprechende Anmerkungen.

Mir ist es vor kurzem passiert, das einer meiner eMail-Accounts übernommen wurde. Selbst schuld, war hier doch noch ein recht einfaches Passwort im Einsatz, welches seit 6 Jahren nicht geändert wurde. Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ich bei unwichtigeren Diensten gern Mehrfachnutzung betrieben habe. Das hat sich seit diesem Vorfall allerdings geändert.

Doch um mir die ganzen neuen Passwörter alle merken zu können, brauch ich etwas technische Unterstützung. Nach einer kurz gehaltenen Recherche habe ich mich für KeePass entschieden. Mehrfach ausgezeichnet, Open Source, durch Plugins erweiterbar und auf mehreren Plattformen verfügbar, was will man mehr von einem Passwort-Safe. Somit war eine meine Hauptanforerung, die Multiplattform-Unterstützung, abgedeckt.

Und praktischer Weise hat das Programm auch gleich einen Passwort-Generator integriert, den man mit eigenen Regeln füttern kann und speichern kann. Hat man größeres vor, kann man sich auch gleich eine ganze Liste möglicher Passwörter ausgeben lassen.

 
Zentrale Speicherstelle für Passwort-Datei

Windows, Linux, IOS, gern auch Android … an der „Cloud“ kommt man bei dieser Planung kaum vorbei. Für die Wahl der geeigneten Variante muss man sich aber genau die Möglichkeiten der eingesetzten Software auf jeder Plattform ansehen.

 
1. Dropbox

Dies ist meine derzeit eingesetzte Variante, was hauptsächlich an der eingesetzten IOS-App liegt, aber dazu später mehr. Dropbox ist auf allen Geräten verfügbar und daher eine gute Möglichkeit, seine Passwort-Datenbank synchron zu halten. Das man sich erst bei Dropbox anmelden muss, stellt einen zusätzlichen Schutz der Datei dar und ist erstmal positiv zu werten. Dass die Daten bei Dropbox unverschlüsselt auf den Servern liegen und jeder Mitarbeiter dran kommt, ist ein anderes Thema, aber der Safe selbst ist zum Glück auch nochmal verschlüsselt.

 
2. Server-Sync

Die Desktop-Version von Keepass 2.x hat eine eingebaute Sync-Funktion, welche die Synchronisation via FTP, HTTP und WebDAV ermöglicht. Möchte man Support für SCP, SFTP oder FTPS muss man zusätzlich das Plugin IOProtocolExt installieren. Noch mehr Möglichkeiten, wie beispielsweise Amazon’s S3, erhält man durch das Plugin KeePassSync.

Sehr bequem, wenn man einen eigenen Root- oder V-Server hat, bei dem man serverseitig noch eine Verschlüsselung durchführen kann. Andernfalls ist kein Mehrwert zur Dropbox-Variante vorhanden. Außerdem muss man hier drauf achten, welche Funktionen die IOS und Android Apps haben, denn viel habe gar keinen Sync-Support integriert, wodurch ein weiterer Vorteil verloren geht.

 
Desktop-Clients

Im Einsatz habe ich KeePass 2.x, sowohl unter Windows als auch Linux. Die Version hat mehr Funktionen und Plugins, ist dafür allerdings leider an das .NET Framework gebunden. Was zum Glück unter Linux dank Mono kein allzu großes Problem darstellt.

Wer auf die neueren Funktionen verzichten kann und keine zusätzliche Laufzeitumgebung auf seinem Rechner haben möchte, kann aber auch ganz beruhigt zu Version 1.x greifen. Dann steht allerdings nur noch die Dropbox-Variante für die plattformübergreifende Verfügbarkeit des Passwort-Safe offen, denn Version 1.x kann weder von Haus aus synchronisieren, noch gibt es entsprechende Plugins.

 
IOS-App

Da ich nur ungern Geld für Apps ausgebe, musste eine kostenlose KeePass App her. Passenderweise wird auf der offiziellen Webseite von KeePass auf eine kostenlose IOS-App verwiesen: MiniKeePass. Diese hat keinen eingebauten Sync-Support, eine Integration von Dropbox fehlt ebenfalls. Ansonsten tut sie, was sie soll. Sie öffnet den Passwort-Safe und lässt einen an die Daten ran.

Ein einmal übergebener Safe bleibt in der App für spätere Zugriffe erhalten. Die App selbst kann man durch einen 4-stelligen Zahlencode schützen, das Passwort für den Safe kann man speichern lassen, wenn man möchte, oder bei jeder Nutzung eingeben.

Gab es Änderungen an dem Passwort-Safe, muss man die Dropbox-App öffnen, den Safe anwählen und an MiniKeePass übergeben lassen. Die alte Version des Safe wird dann mit der neuen Version überschrieben.

Wie gesagt, mir reicht das. Möchte man einen echten Sync auf dem iPhone, muss man zu einer kostenpflichtigen App greifen.

 
Blackberry, Adroid- und WP7-Apps

Auf der offiziellen Download-Seite sind für diese Systeme ebenfalls die passenden Apps verlinkt. Aber da ich keine dieser Plattformen besitze, kann ich dazu auch nichts sagen.

 
Zugriff auf die Passwörter vom Browser aus

Kommen wir nun zum entscheidenden Punkt: den Zugriff auf die Passwörter. Schließlich möchte man der Bequemlichkeit halber auch gleich die Anmeldedaten fertig ausgefüllt bekommen, wenn man eine Webseite ansteuert.

 
1. Firefox

Für Firefox gibt es derzeit 2 nennenswerte Addons, welche den Zugriff auf den Passwort-Safe ermöglichen. Die komfortablere Möglichkeit bietet meiner Meinung nach KeeFox. Dieses Plugin integriert KeePass vollständig in den Firefox, wodurch der in Firefox integrierte Passwort-Manager überflüssig wird. Anmeldedaten werden automatisch ausgefüllt und neue Daten auf Wunschim Safe gespeichert, inkl. Webseiten-Informationen, die zum Auto-Ausfüllen benötigt werden.

 
2. Chrome

Das zweite Firefox-Addon heißt PassIFox und bedient sich wie auch die einzige Chrome-Erweiterung ChromeIPass des KeePass-Plugins KeePassHttp. Die Einrichtung ist nicht sonderlich schwer, man muss sich nur an die Anleitung auf der jeweiligen Addon-Seite halten.

1) Installiere KeePass
2) Installiere KeePassHttp, indem die Datei KeePassHttp.plgx im KeePass Installationsverzeichnis abgelegt wird
2a) Melde dich in KeePass an
2b) Kontrolliere, ob KeePassHttp korrekt installiert wurde (Tools > Plugins)
3) Rufe eine Seite auf, deren Daten in KeePass gespeichert sind
4) Klicke auf das KeePass Icon in der URL-Leiste und klicke auf den „Connect“-Button.
5) Wechsel zu KeePass und gib einen eindeutigen Namen für den Browser ein und speicher anschließend.
6) Ihre Passwörter werden nun sicher von KeePass empfangen und automatisch in Anmeldefelder eingetragen. Ggf. ist hierfür vorher noch eine Abfrage zu bestätigen.

Diese Addons arbeiten aber nur in eine Richtung, sie können nur Daten aus KeePass abrufen, jedoch keine neuen in KeePass speichern. Neue Einträge muss man direkt in KeePass manuell anlegen.

 
3. Andere Browser

Für andere Browsr gibt es keine derartigen Addons bzw. Plugins. KeePass hat jedoch eine Auto-Type Funktion, mit deren Hilfe es auch im Internet Explorer oder Opera genutzt werden kann. Man wählt dafür das erste Login-Feld an, wechselt dann zu KeePass und kann mit rechter Maustaste -> Auto-Type ausführen die zugehörigen Daten eintragen lassen.

Spotify – Endlich ein Streaming-Dienst, der zu überzeugen weiß

30. Mai 2012 Keine Kommentare

Ganz neu ist Spotify zwar nicht mehr, und vielen schon längst ein Begriff… war bei mir nicht anders, gehört bzw. gelesen hab ich davon schon öfter, aber nun hab ich mich endlich mal dran gemacht und das ganze auch getestet.

Tjoa, was soll ich sagen, ich bin begeistert. Der Musikkatalog kann sich sehen lassen, selbst im Metal-Bereich findet sich sehr viel, was ich nicht für selbstverständlich halte. Oft findet man bei Streamingdiensten nur Charts-Müll, um den Mainstream anzulocken. Aber hier bekommt man die ganze Vielfalt an Musikrichtungen zur Verfügung gestellt, und das in einer äußerst guten Qualität.

Die PC-Software ist funktional, sieht weder besonders schön noch hässlich aus, ist nach kurzer Eingewöhnung recht übersichtlich und leicht zu bedienen und wartet mit vielen Zusatzinformationen zur Musik sowie einem App-System auf. Last.fm-Support ist direkt in den Client integriert, zusätzlich kann man sich auch noch eine zugehörige App installieren, die einem anschließend Musikvorschläge anhand der bei Last.fm gescrobbelten Songs in Spotify vorschlägt. Nur die Anzeige der Freunde klappt irgendwie nicht so richtig am PC.

Einen ähnlich runden Eindruck macht die IOS App. Hier werden die Freunde korrekt angezeigt, dafür fehlt der App-Support. Auf Last.fm Vorschläge muss man auf dem iPhone leider verzichten. Grandios ist dafür die Möglichkeit, Songs für die Offline-Nutzung temporär herunter zu laden. Das spart unterwegs kostbare Bandbreite, von der man bei aktuellen Handy-Tarifen ohnehin nie genug bekommt 🙂

Natürlich gibt es das ganze nicht umsonst, aber die Preise sind erstmals in meinen Augen richtig fair. Da gönnt man sich schon eher mal ein Abo. Hier das Preismodell von der Webseite:

Spotify Premium Spotify Unlimited Spotify Free
Preis 9,99 € pro Monat 4,99 € pro Monat Gratis
Millionen Titel sofort verfügbar Ja Ja Ja
Eigene MP3-Dateien abspielen und organisieren Ja Ja Ja
Spotify Social Ja Ja Ja
Musik im Ausland Ja Ja 14 Tage
Spotify Radio Ja Ja Nein
Keine Werbung Ja Ja Nein
Lokale Dateien auf dem Mobiltelefon wiedergeben Ja Nein Nein
Musik von Spotify auf dem Mobiltelefon wiedergeben Ja Nein Nein
Offline-Modus auf dem Desktop-Computer Ja Nein Nein
Offline-Modus auf dem Mobiltelefon Ja Nein Nein
Verbesserte Soundqualität Ja Nein Nein
Exklusive Inhalte Ja Nein Nein
Spotify über Musiksysteme in mehreren Räumen wiedergeben Ja Nein Nein

Mit Hilfe des Play-Buttons kann man gefundenes schnell und einfach mit anderen Teilen, sei es auf der eigenen Seite oder bei Facebook und Co. Das kann für einen einzelnen Song folgendermaßen aussehen:

 
Man kann aber auch gleich die Playlist für ein ganzes Album einbinden:

 
Leider hab ich zwar auch schon die ersten Bands gefunden, die noch nicht im Katalog von Spotify auftauchen, beispielsweise Falkenbach, aber das Problem wird man bei jedem Dienst haben, sei es Streaming, Shop oder gar Filesharing… restlos alles ist nirgendwo verfügbar. Noch nicht 🙂

Einziger wirklicher Kinken bei der ganzen Sache ist die Zwangsbindung an die Software. Mir wäre die Möglichkeit, direkt im Browser zu streamen (sei es Flash oder HTML5) tausendmal lieber, als auf jedem PC den Client zu installieren. Aber es hat ja auch niemand behauptet, dass dieser Dienst perfekt sei.

Windows XP ohne USB und optisches Laufwerk installieren

20. Februar 2012 Keine Kommentare

Immer mal wieder bekommt man kleine Aufgaben gestellt. Seit einiger Zeit lag nun schon ein älteres Notebook (P3, 1GHz) bei mir herum und wartete darauf, endlich mit einem neuen Betriebssystem versehen zu werden. Was auch ein leichtes gewesen wäre, hätte das CD-Laufwerk noch funktioniert.

Man kennt die Problematik nicht funktionierender oder gar fehlender optischer Laufwerke zwar nicht zuletzt seit dem kleinen Boom von Netbooks vor einigen Jahren, aber auch die dort übliche Vorgehensweise, nämlich die Installation von einem USB-Stick aus, konnte nicht genutzt werden. Das Notebook ist zu alt und das Booten über USB ist dem BIOS unbekannt.

Zwar existiert in dem Gerät ein 3,5″ Diskettenlaufwerk, aber wer bitte hat denn schon noch eine alte MS-DOS 6.22 Disk liegen, geschweige denn ein solches Laufwerk, um sich ggf. eine zu erstellen…ich jedenfalls nicht ^^

Also musste die Festplatte raus und via Adapter an einen anderen PC gehängt werden. Praktischerweise hatte ich einen passenden IDE-USB Adapter schon länger liegen, er wollte nur gefunden werden.

Was nun folgt, ist wiederum die übliche Vorgehensweise mit den Hilfsmitteln USB-Multiboot oder WinSetupFromUSB. Ersteres habe ich bereits für mein Netbook benutzt, daher viel die Wahl diesmal auf WinSetupFromUSB. Und da erste Anläufe mit der Stable nicht sonderlich erfolgreich waren, musste die Beta zeigen, was sie kann.

Als die Festplatte wieder im Notebook steckte, begann die Installation. Und wer schon mal auf diesem Wege Windows XP installiert hat, der weiß, dass bei dieser Vorgehensweise 3x vom USB-Stick aus gebootet werden soll, um die Installation abzuschließen.

Da sich aber in diesem Fall Quelle und Ziel das selbe Laufwerk teilen, wird der MBR schon beim ersten Durchlauf überschrieben, wodurch die beiden folgenden Durchgänge nicht gestartet werden können. Mit leichter Spannung wartete ich somit auf den ersten Neustart und freute mich, dass die Installation auch ohne die beiden Extrarunden wunderbar funktionierte.

Windows XP läuft jetzt auf dem Notebook und hat keine offensichtlichen Macken, daher stellt sich mir abschließend nur noch die Frage, ob die beiden zusätzlichen Bootvorgänge überhaupt nötig sind oder ob sie nur wegfallen konnten, weil eh alle Daten auf dem selben Laufwerk lagen.